Modellstruktur

Es gibt viele Möglichkeiten das UML-Modell eines Projekts zu strukturieren. Abhängig davon, ob das verwendete UML-Werkzeug auch zum Generieren von Dokumente oder "nur" zum Zeichnen der UML-Diagramme verwendet wird. Für den ersten Ansatz bietet es sich meist an, das UML-Modell anhand der Kapitel des oder der auszugebenden Dokumente zu strukturieren. Dies reduziert den Aufwand und damit die Arbeit, die zur Anpassung der Reportgenerierung des UML-Tools investiert werden muss.

Für den zweiten Ansatz möchte ich hier eine Variante vorstellen, die aus dem Buch Softwareentwicklung (Werner Schäfer, Addison-Wesley, 2010) entlehnt ist. Natürlich dient ein UML-Werkzeug nicht allein dem Zeichnen von UML-Diagrammen, deswegen sollte auch hier eine Strukturierung vorgenommen werden.

Projektname
+ System A
   + Anforderungen
      + System Spezifikation
   + Anwendungsfälle
   + Struktur
      + Spezifikation
   + Verhalten
   + Typen
   + Ansichten

... oder auf Englisch ...

Project Name
+ System A
   + Requirements
      + System Specification
   + Use Cases
   + Structure
      + Specification
   + Behaviour
   + Types
   + Views

Die Modellierung erfolgt mit SysML. Auf oberster Ebene werden die globalen Elemente wie Stakeholder und fachliher bzw. technischer Kontext abgelegt. Daneben wird pro System ein Package angelegt. Darunter werden zunächst die Anforderungen erfasst und die Anwendungsfälle daraus abgeleitet. Darauf aufbauend kann eine Systemstruktur erstellt werden und das Verhalten definiert werden. Im Package Spezifikation unterhalb von Struktur werden die Anforderungen pro Subsystem erfasst.

Im Package Typen werden die verwendeten Typen gesammelt, die das Domainmodell bilden. Zum Schluss können verschiedenen Ansichten auf das System angelegt werden.

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